Zu viel Streben nach etwas ist manchmal eher ein Hinderniss als eine Hilfe. Zum Beispiel so ein Streben nach Perfektion.
Vor vielen (aber wirklich vielen) Jahren (noch in Stuttgart) hatte ich in der Schule (eine von vielen, die ich besucht habe) einen Vortrag. Und weil ich noch nicht so senil bin, weiß ich sogar, dass das Thema Thornton Wilder war.
Ich habe über sein Leben erzählt (habe davor gründlich recherchiert und mein einziges bescheidenes Ziel war die Beste zu sein).
Als Thornton klein war, hat er mit seinen Eltern eine lange Schiffsreise (nach, aus Amerika?) gemacht. Er sollte gerade in der Zeit Geburtstag haben und hat sich sehr drauf gefreut.
Und ich wollte sagen: "....als sie auf dem Schiff waren..."
Und habe ".....als sie auf dem Tisch waren......" gesagt.
Was soll´s! Kein Problem, ich biege es schon zurecht - habe ich damals gedacht und mich sofort korrigiert: "nein, auf dem Fisch!"
Nie mehr haben die Menschen dort erfahren, was ich eigentlich sagen wollte und dass der arme Thornton wegen der Überfahrt der Zeitzonen seinen Geburtstag verpasst hat. Und sie haben auch nicht verstanden, warum ich so einen heftigen und langen Lachanfall hatte.
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