Samstag, 9. Januar 2010

Nie wieder Kultur!

Ich wollte mir heute Zeit nehmen, um die wundervollen Tage am Boden- und Thunersee in die Tasten zu hauchen (wollte ursprünglich hauen schreiben, aber es passt zu meiner neuen, weiblichen Identität nicht).
Aber das Wetter spielt nicht mit und so verschiebe ich es eben auf später (und ich bin echt gut im Verschieben).

Heute hat es nämlich den ganzen Tag geschneit! Voll viel!
Eigentlich ist es schön, dass die Natur immer noch die Überhand hat.

Wenn man nicht gerade unterwegs ist und stundenlang am Bahnhof wartet auf - langsam schon irgendeinen - Zug. Hauptsache - ich fahre! Egal welche Richtung!

Es war so...

Das Christkind hat meiner Schwester und meinem Schwager Theaterkarten mitgebracht (sollte es nicht wissen, dass es am 8. Januar verdammt viel schneit?).

Na ja, egal - auf jeden Fall haben sie sich entschieden, mit dem Zug zu fahren (weil sie fast schon "in den Bergen" wohnen). Und ich sollte auf sie in Brno warten, die Kinder übernehmen und sie zu uns bringen (die Kinder, natürlich).

Ich bin um 16.47 losgefahren. Mein Zug hatte eine (im Vergleich mit Kommendem, unbedeutende) Verspätung von ca. 15 Minuten. Die Fahrt dauert normalerweise 20 Minuten, aber ich bin um 17.40 am Hauptbahnhof angekommen. (das Theater sollte um 19 Uhr anfangen)

Sie (Schwester, Schwager und 2 Kinder) sind um 17.30 los, sogar ohne Verspätung. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten. Und waren kurz vor halb 9 in Brno! (Theaterbeginn 19.00) Laut ihrer Aussagen war die erste Stunde im (stehenden) Zug noch lustig, dann nicht mehr so.

Bei mir auch nichts Besonders - niemand wusste, wann welcher Zug kommt und so habe ich die ganze Zeit auf dem 1. Bahnsteig verbracht (die Halle war natürlich knallevoll).

Aber sie sind angekommen! Zu spät, aber doch! (aber das Theaterstück war echt gut, ich habe es schon gesehen, sie eben nicht...)

Zurück haben sie nur eine schwache Stunde gewartet (davor ein Besuch bei McDonnalds - fast wie Theater), bis der Zug nach Blansko gekommen ist. Meiner war dann eine Stunde später da. Um 23.30 war ich daheim! So ein Glück! (und ich bin wirklich zufrieden, wie es ausgegangen ist - hatte schon Angst, dass ich diese Nacht am Bahnhof verbringe - ich betrachte dieses Unternehmen als sehr erfolgreich! ohne Witz!)

Ich denke, für nächstes Jahr sollte sich das Christkind ganz genau überlegen, was es schenkt.

Besser ein anspruchloses Buch als anspruchvolles Theater!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen