Wenn ein Mensch gähnt, ist es so ansteckend, dass bald auch seine "Raumgenossen" anfangen, zu gähnen. Und diese Raumgenossen müssen nicht unbedingt nur andere Menschen sein.
An der Londoner Uni haben sich renommierte Wissenschaftler mit diesem Thema beschäftigt und haben (sicher für schweres Geld) rausgefunden, dass dies auch bei Hunden funktioniert.
Und weil man zur Zeit nur das glauben kann, was man mit eigenen Augen sieht, so habe ich sofort mit meiner Forschung angefangen.
Versuch Nr. 1: Ich gähne. Jacqui schaut mich desinteressiert an. Ich gebe nicht auf! Bei Jacqui kann man an den Augen ablesen, was er von mir hält. (das behalte ich lieber für mich)
Fazit Nr. 1: Londoner Wissenschaftler haben sich (nett gesagt) geirrt.
Versuch Nr. 2: Ich gähne. Jacqui schaut mich desinteressiert an. Ich gähne weiter! Jacqui gähnt auch.
Fazit Nr. 2: Jacqui ist ein braver Junge und macht das, was ich möchte.
Gesamtfazit: Nur ein Verrückter investiert eine Unmenge von Geld (wahrscheinlich staatlich) in solche Forschungsprojekte!
Samstag, 31. Oktober 2009
Freitag, 30. Oktober 2009
Ad Batterien leer
Übrigens - in meinem heutigen (wirklich für heute, den 30.Oktober 2009) Horoskop steht: "Nach dem Winter sind Sie nicht in ihrer alten Form."
Also Entschuldigung! Ich bin wohl in meiner ALTEN Form! (jedem nach seinem Alter, was?)
Aber nach dem Winter? Ist der Winter schon vorbei? So schnell? Ich habe es gar nicht gemerkt.......
Also Entschuldigung! Ich bin wohl in meiner ALTEN Form! (jedem nach seinem Alter, was?)
Aber nach dem Winter? Ist der Winter schon vorbei? So schnell? Ich habe es gar nicht gemerkt.......
Batterien leer
Bei Adameks Geburtstag gab´s nicht nur eine (wirklich tolle und leckere) Torte, aber doch noch viele Geschenke.
Beide Jungs haben die ersten Skates bekommen und wir haben uns winterfest gemacht und ab auf die berühmte (und wohl bei uns in der Stadt die einzige richtige ) Hinter-Ikea-Strecke.
So schlecht sind die Jungs nicht, oder? Es zieht sie immer noch eher Richtung Gras, aber sie fahren! Jenda hat sogar eine "Fallmethode" entwickelt, wie er, auch wenn er auf den Hintern fällt, trotzdem auf den Knieschonern landen kann.
Die Kinder sind einfach nicht müde zu kriegen. Aber ich und meine Kamera schon - bei uns beiden sind die Akkus leer.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Horroroskop
Ich lese jeden Tag mein Horoskop und amüsiere mich prächtig! (und ich werde gerne diese arme Seele kennenlernen, die sich jeden Tag so einen Schwachsinn ausdenken muss - herzliches Beileid, wirklich)
Zum Beispiel heute - ich soll heutigen Tag der Pflege (aber ausnahmsweise nicht Raumpflege, aber Schönheitspflege) meines Äußeren widmen. Und soll selber entscheiden, ob ich zu einer Kosmetikerin (war nur einmal dort und nie wieder! IQ der Frau war knapp über 80 und mich hat sie wohl noch schlimmer eingeschätzt, hat mir alles so geduldig, mütterlich erklärt - wie man eine Creme aufträgt und so) oder zum Friseur gehe (war nach Jahren wieder und habe mich dort blendend amüsiert - ich bin eingetreten und sofort ist der Durschnittsalter von 80 auf 60 gesunken - auf der linken Seite sind die Haare zwar 3 Zentimeter kürzer, aber was soll´s!). Oder ich kann mich massieren lassen. (Hirnmassage habe ich eh jeden Tag!)
Sie schreiben auch, dass ich mir nicht 100% sicher bin, ob ich alle meine heutigen Aufgaben erledigt habe. Ehrlich - es ist Donnerstag und das einzige, was sicher ist - ich bin halb tot und es ist mir sooo egal, ob ich alles erledigt habe!
Schon jetzt bin ich gespannt, was mich morgen erwartet......
Zum Beispiel heute - ich soll heutigen Tag der Pflege (aber ausnahmsweise nicht Raumpflege, aber Schönheitspflege) meines Äußeren widmen. Und soll selber entscheiden, ob ich zu einer Kosmetikerin (war nur einmal dort und nie wieder! IQ der Frau war knapp über 80 und mich hat sie wohl noch schlimmer eingeschätzt, hat mir alles so geduldig, mütterlich erklärt - wie man eine Creme aufträgt und so) oder zum Friseur gehe (war nach Jahren wieder und habe mich dort blendend amüsiert - ich bin eingetreten und sofort ist der Durschnittsalter von 80 auf 60 gesunken - auf der linken Seite sind die Haare zwar 3 Zentimeter kürzer, aber was soll´s!). Oder ich kann mich massieren lassen. (Hirnmassage habe ich eh jeden Tag!)
Sie schreiben auch, dass ich mir nicht 100% sicher bin, ob ich alle meine heutigen Aufgaben erledigt habe. Ehrlich - es ist Donnerstag und das einzige, was sicher ist - ich bin halb tot und es ist mir sooo egal, ob ich alles erledigt habe!
Schon jetzt bin ich gespannt, was mich morgen erwartet......
Fensterdepression
Es ist sicher schlimm, wenn das eigene Haus überflutet ist, noch schlimmer, wenn es abbrennt. Aber am schlimmsten ist es, wenn die Fenster ausgewechselt werden! Und zwar alle auf einmal!
Ich überlebe es nicht! Man muss alles abdecken (hinterher stellt man aber sowieso fest, dass es nichts genutzt hat), Staub überall, fremde Menschen überall (noch schlimmer), Chaos überall (ok, ist eh Dauerzustand bei mir).
Um so klarer ich mir vorstellen kann, was uns bevorsteht, desto besser gefallen mir diese alten Fenster. Eigentlich finde ich sie ziemlich schön! Und dass sie nicht so ganz dicht sind? Das Haus muss doch atmen! (na ja, es ist nicht wirklich üblich, dass es im Esszimmer schneit, auch wenn das Fenster geschlossen ist...)
Ich denke, ich frage lieber schon im Tierheim an, ob sie uns für ein paar Tage beherbergen können. Denn - in einem Hotel nehmen sie uns nie....
Ich überlebe es nicht! Man muss alles abdecken (hinterher stellt man aber sowieso fest, dass es nichts genutzt hat), Staub überall, fremde Menschen überall (noch schlimmer), Chaos überall (ok, ist eh Dauerzustand bei mir).
Um so klarer ich mir vorstellen kann, was uns bevorsteht, desto besser gefallen mir diese alten Fenster. Eigentlich finde ich sie ziemlich schön! Und dass sie nicht so ganz dicht sind? Das Haus muss doch atmen! (na ja, es ist nicht wirklich üblich, dass es im Esszimmer schneit, auch wenn das Fenster geschlossen ist...)
Ich denke, ich frage lieber schon im Tierheim an, ob sie uns für ein paar Tage beherbergen können. Denn - in einem Hotel nehmen sie uns nie....
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Ironwoman
Mein letzter Zug fährt um 23.00 vom Hauptbahnhof ab. Ich kann aber auch noch 3 Stationen weiter einsteigen (in den gleichen Zug und zwar um 23.10). Das hängt dann immer davon ab, wo gerade ich in der Stadt bin und welche Haltestelle näher ist.
Heute war ich beim deutschen Stammtisch (ein paar Deutsche und Österreicher und viele Tschechen, die sich auf Deutsch unterhalten und leicht betrinken). Ich hatte vor, mit dem letzten Zug nach Hause zu fahren (morgen ist auch Feiertag, also habe ich es mir erlaubt). Ich hatte auch vor, rechtzeitig (ganz ungewöhnlich für mich) aufzubrechen (um 22.30) und ganz entspannt meinen Zug in Brno Kralovo Pole um 23.10 zu erreichen. So war es geplant.
Und die Realität:
Ich habe sogar noch vor 22.30 meine sieben Sachen gepackt (auch ungewöhnlich). Es war dort eine blinde Frau und ich wollte (eindeutig Zwangsverhalten) noch schnell ihren Hund streicheln. Sie hat mich dabei gefragt, ob ich sie zur Straßenbahn bringen kann ("Klar, warum nicht?") und ob wir unterwegs ihren Hund noch kurz laufen lassen können, dass er pinkeln kann. ("Ja, natürlich.") Schon der Hund hat sich beim Pinkeln ziemlich Zeit genommen und dann haben wir uns Richtung Straßenbahnhaltestelle begeben. (Spaziertempo) Dort angekommen ("Mist, schon 22.50!") habe ich überlegt, ob ich meinen Zug überhaupt noch schaffen kann. (ab jetzt total gewöhnlich bei mir - immer zu spät...). Zum Glück ist doch noch um 22.53 eine Straßenbahn Richtung Kralovo Pole gefahren und wir sind eingestiegen (die Frau mit ihrem Hund ist die gleiche Richtung gefahren).
23.01 bin ich dann aus der Straßenbahn raus und Gott sei Dank ist gerade ein Bus gefahren, der direkt zum Bahnhof fährt. Ich bin wie um mein Leben gerannt (leider ist die Haltestelle um die Ecke) und es hat wirklich nicht viel gefehlt, dass ich den Bus geschafft hätte. Aber mein Schutzengel hat mich doch nicht hängen lassen und es ist fast sofort noch ein anderer Bus gekommen (der zwar ganz woanders hinfährt, aber nächste Haltestelle ist noch die gleiche).
Super, alles war gerettet. Ich steige nächste Haltestelle um. Ich bin dort ausgestiegen, aber einsteigen habe ich nicht mehr geschafft. Der Bus hat die Tür (schon das zweite Mal) direkt vor meiner Nase zugemacht und ist weiter gefahren.
Aber wir Sportler (ha ha!) geben nicht auf und ich habe gedacht (eigentlich total unmöglich), dass ich einfach hinterher laufe (hab auch gemacht) und bei der nächsten Haltestelle einsteige (hab schon wieder nicht geschafft - schon das dritte Mal bei diesem Bus). Aber es war ganz knapp und ich hatte auch noch eine starke Motivation, dass ich schnell laufe. Es waren ein paar Jungs (wirklich junge Jungs) dort und die haben gemeint: "Schaut, das schöne Fräulein, wie schnell es rennt." und sie sind mir gleich hinterher. Ich konnte doch nicht zulassen, dass sie mich einholen und feststellen, dass auch Rentner fähig ist, so zu sprinten. Ich enttäusche Menschen sehr ungern.
Aber niemals gebe ich mich so leicht geschlagen! Ich bin weiter gerannt, rechts um die Ecke, wo ich vorhatte, in eine Straßenbahn einzusteigen, die mich endlich zum Bahnhof bringt (23.05). Und es ist auch wie hergezaubert eine Straßenbahn mit der Aufschrift Kralovo Pole Bahnhof gekommen (leider ist unten noch Straßenbahndepot gestanden - was wieder ganz woanders ist). Aber kein Problem, ich konnte trotzdem eine Station mitfahren und dann wollte ich laufen (ach, nicht schon wieder!).
23.08 bin ich, schon total entkräftet aus der Straßenbahn raus und der Gott hat mich noch nicht ganz verlassen - um die nächste Ecke ist ein Bus gestanden, der tatsächlich zum Bahnhof fährt (es war zwar nur noch eine Station, aber ich war schon halb tot) und so bin ich um 23.09 aus dem Bus rausgeflogen (Kanonenkugel ist zu langsam im Vergleich zu mir) und bin zum Bahnhof gerannt.
Atemlos, fast auf allen Vieren war ich um 23.10 auf dem Bahnsteig und der Zug war noch nicht da! (und weitere 5 Minuten auch noch nicht - ist erst um 23.15 gekommen, aber das war mir dann schon egal).
Ich habe es geschafft, diesen Zug noch zu erwischen und ehrlich, die Bezeichnung Weltrekord ist meiner Leistung nicht angemessen. Eher ein Wunder!
Bis jetzt frage ich mich, woher ich die Kraft genommen habe, nicht aufzugeben, auch wenn es mehrmals aussichtslos ausgesehen hat.
Und ich übertreibe wirklich nicht, ich schwör´s!
Heute war ich beim deutschen Stammtisch (ein paar Deutsche und Österreicher und viele Tschechen, die sich auf Deutsch unterhalten und leicht betrinken). Ich hatte vor, mit dem letzten Zug nach Hause zu fahren (morgen ist auch Feiertag, also habe ich es mir erlaubt). Ich hatte auch vor, rechtzeitig (ganz ungewöhnlich für mich) aufzubrechen (um 22.30) und ganz entspannt meinen Zug in Brno Kralovo Pole um 23.10 zu erreichen. So war es geplant.
Und die Realität:
Ich habe sogar noch vor 22.30 meine sieben Sachen gepackt (auch ungewöhnlich). Es war dort eine blinde Frau und ich wollte (eindeutig Zwangsverhalten) noch schnell ihren Hund streicheln. Sie hat mich dabei gefragt, ob ich sie zur Straßenbahn bringen kann ("Klar, warum nicht?") und ob wir unterwegs ihren Hund noch kurz laufen lassen können, dass er pinkeln kann. ("Ja, natürlich.") Schon der Hund hat sich beim Pinkeln ziemlich Zeit genommen und dann haben wir uns Richtung Straßenbahnhaltestelle begeben. (Spaziertempo) Dort angekommen ("Mist, schon 22.50!") habe ich überlegt, ob ich meinen Zug überhaupt noch schaffen kann. (ab jetzt total gewöhnlich bei mir - immer zu spät...). Zum Glück ist doch noch um 22.53 eine Straßenbahn Richtung Kralovo Pole gefahren und wir sind eingestiegen (die Frau mit ihrem Hund ist die gleiche Richtung gefahren).
23.01 bin ich dann aus der Straßenbahn raus und Gott sei Dank ist gerade ein Bus gefahren, der direkt zum Bahnhof fährt. Ich bin wie um mein Leben gerannt (leider ist die Haltestelle um die Ecke) und es hat wirklich nicht viel gefehlt, dass ich den Bus geschafft hätte. Aber mein Schutzengel hat mich doch nicht hängen lassen und es ist fast sofort noch ein anderer Bus gekommen (der zwar ganz woanders hinfährt, aber nächste Haltestelle ist noch die gleiche).
Super, alles war gerettet. Ich steige nächste Haltestelle um. Ich bin dort ausgestiegen, aber einsteigen habe ich nicht mehr geschafft. Der Bus hat die Tür (schon das zweite Mal) direkt vor meiner Nase zugemacht und ist weiter gefahren.
Aber wir Sportler (ha ha!) geben nicht auf und ich habe gedacht (eigentlich total unmöglich), dass ich einfach hinterher laufe (hab auch gemacht) und bei der nächsten Haltestelle einsteige (hab schon wieder nicht geschafft - schon das dritte Mal bei diesem Bus). Aber es war ganz knapp und ich hatte auch noch eine starke Motivation, dass ich schnell laufe. Es waren ein paar Jungs (wirklich junge Jungs) dort und die haben gemeint: "Schaut, das schöne Fräulein, wie schnell es rennt." und sie sind mir gleich hinterher. Ich konnte doch nicht zulassen, dass sie mich einholen und feststellen, dass auch Rentner fähig ist, so zu sprinten. Ich enttäusche Menschen sehr ungern.
Aber niemals gebe ich mich so leicht geschlagen! Ich bin weiter gerannt, rechts um die Ecke, wo ich vorhatte, in eine Straßenbahn einzusteigen, die mich endlich zum Bahnhof bringt (23.05). Und es ist auch wie hergezaubert eine Straßenbahn mit der Aufschrift Kralovo Pole Bahnhof gekommen (leider ist unten noch Straßenbahndepot gestanden - was wieder ganz woanders ist). Aber kein Problem, ich konnte trotzdem eine Station mitfahren und dann wollte ich laufen (ach, nicht schon wieder!).
23.08 bin ich, schon total entkräftet aus der Straßenbahn raus und der Gott hat mich noch nicht ganz verlassen - um die nächste Ecke ist ein Bus gestanden, der tatsächlich zum Bahnhof fährt (es war zwar nur noch eine Station, aber ich war schon halb tot) und so bin ich um 23.09 aus dem Bus rausgeflogen (Kanonenkugel ist zu langsam im Vergleich zu mir) und bin zum Bahnhof gerannt.
Atemlos, fast auf allen Vieren war ich um 23.10 auf dem Bahnsteig und der Zug war noch nicht da! (und weitere 5 Minuten auch noch nicht - ist erst um 23.15 gekommen, aber das war mir dann schon egal).
Ich habe es geschafft, diesen Zug noch zu erwischen und ehrlich, die Bezeichnung Weltrekord ist meiner Leistung nicht angemessen. Eher ein Wunder!
Bis jetzt frage ich mich, woher ich die Kraft genommen habe, nicht aufzugeben, auch wenn es mehrmals aussichtslos ausgesehen hat.
Und ich übertreibe wirklich nicht, ich schwör´s!
Montag, 26. Oktober 2009
Geld vor Neid
In der Deutschstunde ist heute eine Frage gefallen:"Was machst du, wenn du viel Geld gewinnst?"
Und ich denke - nichts, einfach weitermachen, so wie bis jetzt.
Weiterhin werde ich mit dem Zug in die Stadt fahren (wo sonst kann man sich so schön ärgern, wenn nicht auf dem Bahnhof, wenn durchgesagt wird, dass der Zug 20 Minuten Verspätung hat?).
Weiterhin werde ich Deutsch unterrichten (wo sonst kann man sich so prächtig amüsieren und wird noch dafür bezahlt?).
Weiterhin werde ich Uni besuchen (was sonst mache ich in meiner Freizeit, wenn nicht Hausaufgaben?) .......
Einmal haben wir in der Stunde über Casino gesprochen und Herr P. hat erzählt, dass er mal in Las Vegas 10 Tausend Dollar gewonnen hat. Uns allen ist der Kinnladen runtergefallen (man hat es fast hören können). Nicht schlecht, haben wir gedacht. Wir haben uns detailliert beschreiben lassen, wie es im Casino ausgesehen hat, wie lange er gespielt hat, und was er mit dem Geld gemacht hat ("Nichts, so viel Geld ist es ja nicht:"). Und Herr P. hat sich nicht bitten lassen und hat wirklich bildhaft erzählt. Am Ende hat er uns aber doch verraten, dass er sich alles nur ausgedacht hat (aber wirklich schön ausgedacht).
Und sein Kollege Herr B. hat gelacht und ganz erleichtert zu mir gesagt:"Es stimmt nicht, gut, es geht mir gleich besser. Ich habe ihn so beneidet!"
Und ich denke - nichts, einfach weitermachen, so wie bis jetzt.
Weiterhin werde ich mit dem Zug in die Stadt fahren (wo sonst kann man sich so schön ärgern, wenn nicht auf dem Bahnhof, wenn durchgesagt wird, dass der Zug 20 Minuten Verspätung hat?).
Weiterhin werde ich Deutsch unterrichten (wo sonst kann man sich so prächtig amüsieren und wird noch dafür bezahlt?).
Weiterhin werde ich Uni besuchen (was sonst mache ich in meiner Freizeit, wenn nicht Hausaufgaben?) .......
Einmal haben wir in der Stunde über Casino gesprochen und Herr P. hat erzählt, dass er mal in Las Vegas 10 Tausend Dollar gewonnen hat. Uns allen ist der Kinnladen runtergefallen (man hat es fast hören können). Nicht schlecht, haben wir gedacht. Wir haben uns detailliert beschreiben lassen, wie es im Casino ausgesehen hat, wie lange er gespielt hat, und was er mit dem Geld gemacht hat ("Nichts, so viel Geld ist es ja nicht:"). Und Herr P. hat sich nicht bitten lassen und hat wirklich bildhaft erzählt. Am Ende hat er uns aber doch verraten, dass er sich alles nur ausgedacht hat (aber wirklich schön ausgedacht).
Und sein Kollege Herr B. hat gelacht und ganz erleichtert zu mir gesagt:"Es stimmt nicht, gut, es geht mir gleich besser. Ich habe ihn so beneidet!"
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