Montag, 30. November 2009

Ich bin eine Optimistin! Ab jetzt!

Ich habe mich entschieden, dass ich mich verändern will! Weg mit dem (leider eingefleischten) Pessimismus! Ich bin ein neuer Mensch!

Ist doch kein Problem. Man macht einfach "klick" und fertig!
Ab jetzt fallen mir nur positive Gedanken ein, schwebe lächelnd durchs Leben und so gehöre ich endlich zu den 10 467 541 glücklichen Tschechen!

Hoffe nur, dass mich meine Freunde, die die alte Lenka gemocht haben, nicht verlassen...

Sonntag, 29. November 2009

Adventskalender

Heute ist der erste Advent und wirklich an der Zeit, dass ich für die Jungs von meiner Schwester einen Adventskalender bastle. Sie sind zwar zwei und der Kalender nur einer, aber wenn ich mir vorstelle, ich sollte zwei machen.... (wenn ich für einen den ganzen Nachmittag und fast den ganzen Abend brauche - es ist quasi fast eine Jahresarbeit).

Vorletztes Jahr habe ich einen wirklich schönen Kalender gemacht (ja, ich weiß, Eigenlob...). So ein Häuschen zum Aufhängen, alles schön angemalt, Fensterchen ausgeschnitten, Fotos ausgesucht, ausgedruckt, in die Fensterchen reingeklebt, Fensterchen zugeklebt, Zahlen draufgeschrieben (war schon Finale, habe 5 Stunden gebraucht!).

Bei der Nummer 23 war mir klar, dass ich ein Problem habe. Ich habe nur 23 Fensterchen gemacht und 24 nirgends und auch kein Platz mehr dafür. Ich war am Ende!

Aber wir Hundehalter geben nie so früh auf! Zum Häuschen habe ich einfach eine Hundehütte geklebt und da das Fensterchen Nr. 24 hingemacht. Uff!

Dieses Jahr (habe diesmal nicht vergessen, mehrmals nachzuzählen) ist alles in Ordnung (hoffe ich) und der Kalender ist abhohlbereit. Ich habe ein großes Foto von den Jungs in 24 Teile (wirklich 24) geteilt, auf eine Magnetfolie geklebt und so ein Magnetpuzzle gemacht.

Das ist mein Kunstwerk! (schon verpackt, natürlich)

Freitag, 27. November 2009

Kleinanzeige

Heute war ich in einer Grundschule hospitieren. Bei meiner Freundin, die dort Deutsch unterrichtet. Es hat mir wirklich gefallen, die Kinder (Entschuldigung, es war 8. Klasse) waren total nett und sie haben sich echt bemüht, mitzumachen.

Nur.....

Ich musste um 5 Uhr aufstehen! So früh! Die Stunde fängt nämlich um 7.00 an und ich musste erst nach Brno (Zug) fahren, dann mit dem Stadtbus und noch ein Stück mit der Straßenbahn.

Ich war so froh, dass ich nur hinten gesessen bin und nichts machen musste. Nur beobachten. Und ich war echt froh, dass die Kinder (ich weiß, 8. Klasse) keine Augen hinten am Kopf haben. Ich habe nämlich die ganze Zeit gegähnt, ich konnte mir nicht helfen.

Also - an alle meinen zukünftigen, potenzionellen Arbeitgeber - ich funktioniere erst am Nachmittag richtig und am Höhepunkt meiner (aller - geistig, körperlich und was weiß ich noch was) Kräfte bin ich so ab 22.00.

Donnerstag, 26. November 2009

Ad Zugvogel

Ich habe hier mal, vor ziemlich langer Zeit, über einen Mann geschrieben, der am Bahnhof ...ja, was macht er da? Er arbeitet dort nicht, aber doch. Für ihn ist es echt.

Auf jeden Fall steht er am Bahnsteig (immer am 2.) und sagt an, pfeift und kontrolliert alles.

Und dieser Mann hat mich heute angesprochen. Oder besser gesagt - er hat gesagt, dass der Zug gleich kommt und ich habe es bisschen ausgenutzt und ihn ausgefragt.

Er wohnt in Brno. Mit der Mama. Geht jeden Tag auf den Bahnsteig Nummer 2. ("Kommen Sie jeden Tag hierher?" - "Die Züge fahren jeden Tag.")
Er kommt um 13.30 und geht um 21.30 wieder nach Hause.
Es ist ihm nicht kalt, auch wenn er den ganzen Tag draußen ist. ("Ist es Ihnen nicht kalt hier?" - "Nein, es ist warm und ich laufe immer auf und ab.")
Und er weiß alle Ankunfts- und Abfahrtszeiten auswendig. (Ich muss ihn nächstes Mal noch fragen, wie lange er schon hingeht.)

Und ganz nebenbei, fast geflüstert, hat er gesagt:"Es macht mir Spaß."
Ist es nicht schön?
Übrigens - Bahnsteige Nr. 1, 3, 4 und 5 sind noch unbesetzt...

Dienstag, 24. November 2009

Hallenjob

Gerade letzte Woche (das reicht - 1x die Woche reicht echt) war ich Lebensmittel einkaufen. In einem riesengroßen Supermarkt (vielleicht auch Hypermarkt, oder Megamarkt? - das gibt es, glaube ich, noch nicht, mit Betonung auf NOCH).

Um 1 Uhr 30. Nicht um 13.30, wirklich 1.30. Sie haben nämlich 24 Stunden offen. Wie verrückt und da kommt dann noch tatsächlich jemand (ich z. B.) und kauft unentbehrliche Lebensmittel wie Knäckebrot, Linsen, Soyafleisch und Käse. (Käse schon aufgegessen, anderes Zeug noch nicht)

Vor der Kasse habe ich mir überlegt, wie ich die Kassiererin grüßen soll. Guten Abend war ziemlich komisch, Gute Nacht noch blöder (wenn diese arme Frau dort die ganze Nacht sitzen muss) und Guten Tag total daneben. (Und Grüß Gott hat man bei und wahrscheinlich das letzte Mal in Jahr 1920 gesagt)

Die Schlange war nicht so lang, dass ich mich gebührlich mit dieser Frage befassen könnte (genaugenommen war ein Kunde vor mir) und so habe ich mich für Guten Abend entschieden.
Und diese Frau an der Kasse hat tatsächlich Guten Tag gesagt!

Eigentlich muss es mich nicht wundern - sie sitzt Stunden in einer riesengroßen Halle ohne Fenster und da verliert man schnell die Orientierung.

Wenn ich es mir so überlege - ich wollte dort auch Eier kaufen. Freilandeier. Sie hatten aber nur Eier, die Hennen in einer Halle gelegt haben. In einer Halle ohne Fenster und mit Flutlicht. Wie passend...

Montag, 23. November 2009

Farbexperiment

Keine Panik! Bin immer noch die Alte! (wie wahr!)

Habe noch alle (fast alle) Haare auf dem Kopf, niemand ist beim Färben zu Schaden gekommen, geschweige dann umgekommen.


Jetzt lasse ich mir noch Falten glätten, Nase verkleinern, Lippen vergrößern, ein dauerhaftes Lächeln implantieren...

Samstag, 21. November 2009

Natur versus Unnatur

Ok, ich habe so lange gezögert. Habe es mir überlegt, dann habe ich mich dafür entschieden, kurz drauf dagegen. Aber jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück! Ich habe mir eine Haarfarbe gekauft!

Vom Schwarzkopf. Palette Instant Color - Kastanie. 38 Kronen. Hoffentlich (wie auf der Packung angegeben) auswaschbar (falls das Ergebnis nicht so wie gewünscht).

Erst zu Hause habe ich gelesen, dass diese Farbe ungeeignet zum Färben grauer Haare (mein Fall, aber es ist nicht so schlimm, wie es klingt, nur bisschen grau...) ist. Aber was soll´s! Woher weiß irgendeiner Typ aus Slowenien (producator Slovenja), was für meine Haare geeignet ist?

Morgen bin ich zum Abendessen eingeladen, hoffe, ich muss nicht absagen...

Freitag, 20. November 2009

Gartenarbeit

Auch bei uns sind die letzten Tage einfach traumhaft - warm (wenigstens für Ende November), die Sonne scheint wie verrückt, einfach toll!

Am Freitag bin ich nach Hause gekommen, habe meine Jacke ausgezogen (den Pulli gleich auch) und habe mich auf die Bank vor unserem Haus gesetzt.

Jacqui hat sich um die letzten Margerittenpflanzen gewissenhaft gekümmert.


Jorik hat ihm dabei zugeschaut.


Es wurde auch schwerst im Sandkasten geschuftet!
(und danach auch gebadet....)

Einfach ein Traumtag!

Donnerstag, 19. November 2009

(Ge)bissfest!

Ich war heute tatsächlich bei meiner Zahnärztin und bin wieder (mehr oder weniger) komplett.

Was kann man sich mehr wünschen?

Übrigens - Jacqui muss auch mal zum Zahnarzt. Wegen Zahnstein. Aber sonst sind seine Zähne richtig gut in Form. Sicher auch bissfest.

Dienstag, 17. November 2009

Zahnkrater

Der Geistesblitz von gestern hat mir wohl eine Zahnfüllung ausgeschlagen. Oben, rechts (von mir aus), Nr.6 (ok, biologisch der sechste Zahn von vorne, physisch aber leider nur der fünfte, der eigentlich fünfte Zahn ist schon früher von uns gegangen - nicht ganz, aber er ist wirklich nicht erwähnungswert).

Und ich muss morgen (vielleicht kann es auch bis übermorgen warten...) zum Zahnarzt.

Oder ich gehe nicht und betrachte diesen Zustand als eine willkommene Diät, oder kann in diesem Zahn erbsengroße Diamanten aus Afrika schmuggeln und wer weiß noch was.

Nichts da! Diamanten und auch perfekte Figur machen nicht glücklich! Aber Schokolade schon!Ich gehe sofort morgen zum Zahnarzt.

Montag, 16. November 2009

Geistesblitz

Ich bin aufgewacht und plötzlich war es mir total klar (oder wenigstens bis jetzt ist es mir klar, kann sich allerdings jederzeit ändern). Vermutlich bin ich die Allerletzte auf der Welt, die es entdeckt. Aber das entwertet keinesfalls die geistige Kraft meines Gedanken.

Achtung! Jetzt kommt´s!

Es lohnt sich nicht, auf etwas zu warten, was es nicht gibt.

Frau Psyche

Habe schon wieder einen Psychotest gemacht (unter professioneller Führung unseres Unipsychologen - also - nicht dass ich es bräuchte, es war bei einer Vorlesung - ok, vielleicht brauch ich es schon, aber wer nicht?).

Ein durchschnittliches Ergebnis 120 - 130 Punkte (natürlich nicht IQ).
Wer unter 70 Punkte hat, ist aktuell selbstmordgefährdet.
Wer so um die 81 hat, leidet an schwerer Psychose.

Ich hatte 91 (nicht IQ!).
Da bin ich aber froh - umbringen muss ich mich nicht, muss nur bei wikipedia nachschauen, wie sich so eine Psychose äußert, damit ich weiß, wie ich mich zu verhallten habe.

Aber ehrlich - ich bin dankbar für dieses Ergebnis. Als ich gesehen habe, wer alles die Erfolgsgrenze 130 Punkte überschritten hat ...

Samstag, 14. November 2009

Schlaf Kindlein schlaf....

Heute bin ich (wie immer) mit dem Zug gefahren. Kurz vor dem Hauptbahnhof ist die Frau, die neben mir gesessen ist, eingeschlafen. Und weil ich weiß, dass die Meisten am Hauptbahnhof aussteigen und weil ich so sozial bin, so habe ich sie geweckt. Sie war erst erschrocken, aber froh, dass sie nicht irgendwo in der Pampa gelandet ist. Und hat gleich erzählt, dass sie einfach viel zu viel zu tun hat und noch dazu studiert und recht müde ist. Ich habe sie so verstanden...

Einmal bin ich mit dem Stadtbus zum Unterrichten gefahren. Dort ist eine Frau reglos gesessen und es hat so ausgesehen, dass sie überhaupt nicht atmet. Und nicht nur mich hat es stutzig gemacht. Noch eine junge Frau hat sich Sorgen gemacht, ob es der Frau gut geht. Wir haben gemeinsam beschlossen, dass wir sie wecken und fragen, ob alles in Ordnung ist. Aber wer von uns beiden weckt sie? Ich habe ihr selbstlos die "Vorfahrt" gelassen. (weil ich einfach keine Leiche anfassen wollte, sie hat wirklich nicht geatmet, diese Frau)
So hat meine soziale Mitfahrerin diese Frau leicht am Ärmel berührt - keine Reaktion. Sie hat kräftig geschüttelt - immer noch keine Reaktion (wir waren uns eigentlich schon sicher, dass sie tot ist). Aber die Leiche ist doch noch aufgewacht und hat uns ziemlich unbeholfen zusammengeschissen und ist wieder eingeschlafen.
Aber wir wurden bald drauf gerächt. Fahrscheinrevision, der Kontrolleur hat auch lange geschüttelt, um feststellen zu müssen, dass sie nicht tot, aber schwarz fährt.

Ja, ja, wenn man nicht nett zu seinen Mitmenschen ist - der Gott straft kleine Sünden sofort....

Freitag, 13. November 2009

Hungerbesuch

Ich habe ein Problem.
Ich kann nicht einkaufen.
Also - ich kann es sehr gut, wenn es sich um Klammotten, Bücher, Hauseinrichtung usw. handelt. Da fliegt das Geld nur aus dem Geldbeutel (oder eben von meiner Geldkarte). Ich weiß meistens, was ich will und wenn nicht, dann kaufe ich es (nur sicherhaltshalber) trotzdem.

Aber mein Problem - das ist das Essen. Ich kann mir bildhaft ausmalen, was alles ich kaufe. Aber sobald ich im Laden bin, dann zack! Kurzschluss! Kaufe nie was und wenn ich es doch schaffe, etwas zu kaufen, dann bin ich richtig stolz auf mich.
Tut mir Leid, das Essen spricht mich einfach nicht an (wenigstens im Laden, auf dem Teller sage ich selten nein).

Aber heute habe ich mich total überwunden (ich bekomme auch einen Besuch und nicht alle leben von der Luft - Liebe lasse ich aus, die ist nie sicher). Also - ich habe Käse, Champignons, Nudeln (für Schinkennudeln aber eben ohne Schinken, dafür mit Pilzen - na ja, Eier habe ich vergessen...) gekauft. Und eine Spitzenleistung - habe sogar eine ganze Salami erworben!

Ich gebe es zu, bin eine Einkaufsniete. Aber egal, wir machen einfach das Radio lauter, damit uns die ganze Zeit das Knurren der Besuchermägen nicht stört.

Donnerstag, 12. November 2009

Streber? Was ist das?

Heute wurde uns im Seminar Übersetzen publizistischer Texte gesagt, dass wir uns damit abfinden sollen, dass wir nie Deutsch lernen.

Also - ich finde es beruhigend. Es stimmt tatsächlich. Irgendwo ganz weit vor mir, im Nebel, schwebt das perfekte Deutsch und ich renne wie blöd hinterher und die Entfernung wird einfach nicht kleiner.

Aber so ist es ok, wenn ich endlich perfekt ist, dann bin ich wahrscheinlich tot.

Mittwoch, 11. November 2009

Streeeeeeeesssssssssss!

In Prag war es total toll und ich habe es genossen, einfach mal nichts zu tun.

Und?
Ja, klassisch! Genauso wie beim Radeln - wenn man Berg runter fährt, kann man 100% sicher sein, dass man gleich wieder hoch fahren muss. Wie gemein!
Und so ist es auch mit Prag, jetzt muss ich die ganze entspannte Woche abarbeiten......

Heute habe ich mit einem Mann gesprochen. Seine Augen sind unheilbar krank und er sieht fast nichts mehr. Er hat mir erzählt, dass er zwar schlecht sieht, aber dafür hat sich sein Geruchsinn unglaublich verbessert. Er hat jetzt eine Nase wie ein Spürhund.

Ich frage mich nur, wenn ich meinen Verstand verliere, was bekomme ich dafür?
Wahrscheinlich ein glückliches Leben. ;-)

Sonntag, 8. November 2009

Prag (Mittwoch), Prag (Donnerstag), Prag (Freitag)

Mittwoch - ein literarischer (regnerischer) Spaziergang durch die Stadt. Es hat geregnet, mehr ist da nicht zu sagen. Punkt 2 (das Essen natürlich) fällt leider am Mittag aus, aber ein Honigkuchen ist besser als nichts.

Weiter drei Vorträge am Theaterinstitut. (und es ist deutlich zu sehen, dass die schwindenden Kräfte und die Wärme im Raum sehr zum Einschlafen motivieren)

Aber danach wird man wach! Punkt 2!!! Hurra! In einem vegetarischen Restaurant. Total lecker und die überall hängenden Lampen!

Am Abend dann Theatervorführung aus Luxemburg. Wie uns gesagt wurde - Luxemburg hat insgesamt 2 Theater und so ist die Auswahl nicht so groß. Also - mir hat´s gefallen, habe mich in diesem Stück (leider) erkannt. Natürlich hat es nach dem Stück einen Sektempfang gegeben, langsam ist es zu einer Gewohnheit geworden.Und weil wir dann einfach nicht ins Bett gehen konnten, so haben wir einige Stunden in einem Club verbracht.

Donnerstag - Eine Lesung von Radka Denemarkova im Literaturhaus. Einfach phantastisch! Eine tolle Frau!

Anschließend Essen - Kartoffelknödel mit geräuchertem Fleisch und Sauerkraut

Dann ein Besuch beim Tschechischen Rundfunk, bei Radio Prag. Wir haben uns die deutsche Redaktion live angeschaut und auch live angehört.

Bis zum Theater um 20 Uhr sind wir durch die Stadt gelaufen (meine Beine!). Auch in diesem Stück habe ich mich erkannt (warum denn schreiben alle über mich?). Wiener Schauspielhaus. Klasse! Und wie sonst - mit Empfang!

Und auch schon eine Tradition - Clubbesuch (ein guter Ausgleich - viel zu viel Kultur tut auch nicht gut).

Freitag - der letzte Tag. Ein Vortrag im Österreichischen Kulturforum, eine Diskusion mit dem Autor des Stückes aus Wien und....klar, ein Sektempfang! (fast zu früh, aber Übung macht den Meister).

Und dann ab nach Hause! Schön war´s!

Samstag, 7. November 2009

Prag (Montag), Prag (Dienstag)

Heute habe ich nur geschlafen (dafür bis 13 Uhr) und dann den Rest des Tages am PC gearbeitet. Also wirklich nichts Spannendes für diesen Blog. Aber um so besser, so habe ich wenigstens Platz, unsere Prager Erlebnisse zu reflektieren.

Ich halte mich einfach an den Highlights - was ich bis jetzt noch nicht vergessen habe, das verdient, niedergeschrieben zu werden.

Aber grundsätzlich kann man die Woche in 2 Punkte zusammenfassen: Punkt 1 Kultur, Punkt 2 Essen.

Montag - So gegen 15 Uhr sind wir in Prag angekommen, haben in unseren Hotelzimmern Taschen und Koffer gelassen und ab in die Stadt. Und da sind wir gerade beim Punkt Nr. 2 - Soyafleisch mit Pilzsoße und Kartoffeln, anschließend Punkt 1 - Rimini Protokol im Theater Laterna Magika. Interessant, so was habe ich noch nie gesehen. Eigentlich keine Theatervorstellung, eher ein internationales Projekt. Das Thema Vietnamesen in Europa. Es waren keine Schauspieler, sondern normale Menschen, die in einer Collage sein Schicksal vorgestellt haben. Im Theater noch Sektempfang vom deutschen Botschafter (sehr gute gesalzene Mandeln) und danach ein Besuch im Restaurant Zur Meeresjungfrau.

Dienstag - Um 10 Uhr Besuch des Jüdischen Museums (mehrere Synagogen, Friedhof, alles auf einem ziemlich engen Raum, dann ein Vortrag über das Judentum in Prag). Ich habe über mich erfahren, dass ich unanständig bin. (no photo please! ein anständiger Mensch macht so was nicht!) Na ja, man kann sich nicht überall beliebt machen....


Um 17 Uhr eine Lesung von Franz Hohler im Nationaltheater. Toll, toll! (und dazu ist er noch ein Schweizer!) Kann wirklich empfehlen. (nur wo bleibt dann der Sektempfang?)


Nach der Lesung endlich auch mal Punkt 2 Pizza bei der Meeresjungfrau.
An diesem Tag ist mir auch das kleine Schiebeding (zum ein und ausschalten) bei meiner Digikamera abgefallen und ab diesem Zeitpunkt ist das Fotografieren zu einer wirklichen Tortur geworden. Erst das Microteil in der Fotohülle finden, dann an der richtigen Stelle anbringen (und sofort schön verräumen, sonst droht Verlierungsgefahr) und Fotos (wenn schon an, dann möglichst viele) schießen. Danach das kleine graue Nichts wieder aus der Hülle rausfischen, anbringen und nach links (off) verschieben. Und wieder verräumen.
Also - was die Fotos betrifft - Hoch lebe die Spontanität!


Freitag, 6. November 2009

Wieder im mährischen Lande

Heute sind wir zurück aus Prag. Wir haben viel gesehen, viel gehört, viel erfahren, viele neue Leute kennengelernt, viel gefeiert und echt wenig geschlafen.

Gehe ins Bett! Gute Nacht!

Sonntag, 1. November 2009

Pragtische Mode

Morgen fahre ich für fünf Tage nach Prag, zu einem Theaterseminar. Wir gehen jeden Abend ins Theater (toll!) und auch sonst ist die Woche sehr "kulturgefüllt!. Und ich freue mich so!

Nur...habe wie jedesmal, wenn ich verreise, ein kleines Problem. Was ziehe ich an? Und was nehme ich mit? (klassisch "Ich habe nichts zum anziehen.")

Erst versuche ich, das Packen einfach auf später zu verschieben. Irgendwann ist es aber so spät, dass ich nicht mehr verschieben kann und dann fängt Phase "Ich-fahre-nicht-und bleibe-zu Hause" an. Inzwischen habe ich auch diese Phase überwunden und zur Zeit ist es mir vollkommen egal.

Ich kann auch schon jetzt voraussagen, wie es weiter geht. Ich verschiebe es trotzdem locker auf morgen (11.40 fährt dann der Zug) und kurz vor der Abfahrt schmeiße ich einfach alles in die Tasche, was ich sehe. Und ehrlich - es ist egal, ob ich wahllos Klamotten mitnehme, oder stundenlang überlege. Es kommt auf das Gleiche raus - ich werde 3/4 der Sachen nicht brauchen und das restliche 1/4 ist unpassend.

Also - falls es mir morgen tatsächlich gelingen sollte, abzufahren, so bin ich bis Freitag "out of office".