Samstag, 31. Oktober 2009
Gähn, gähn!
An der Londoner Uni haben sich renommierte Wissenschaftler mit diesem Thema beschäftigt und haben (sicher für schweres Geld) rausgefunden, dass dies auch bei Hunden funktioniert.
Und weil man zur Zeit nur das glauben kann, was man mit eigenen Augen sieht, so habe ich sofort mit meiner Forschung angefangen.
Versuch Nr. 1: Ich gähne. Jacqui schaut mich desinteressiert an. Ich gebe nicht auf! Bei Jacqui kann man an den Augen ablesen, was er von mir hält. (das behalte ich lieber für mich)
Fazit Nr. 1: Londoner Wissenschaftler haben sich (nett gesagt) geirrt.
Versuch Nr. 2: Ich gähne. Jacqui schaut mich desinteressiert an. Ich gähne weiter! Jacqui gähnt auch.
Fazit Nr. 2: Jacqui ist ein braver Junge und macht das, was ich möchte.
Gesamtfazit: Nur ein Verrückter investiert eine Unmenge von Geld (wahrscheinlich staatlich) in solche Forschungsprojekte!
Freitag, 30. Oktober 2009
Ad Batterien leer
Also Entschuldigung! Ich bin wohl in meiner ALTEN Form! (jedem nach seinem Alter, was?)
Aber nach dem Winter? Ist der Winter schon vorbei? So schnell? Ich habe es gar nicht gemerkt.......
Batterien leer
Bei Adameks Geburtstag gab´s nicht nur eine (wirklich tolle und leckere) Torte, aber doch noch viele Geschenke.
Beide Jungs haben die ersten Skates bekommen und wir haben uns winterfest gemacht und ab auf die berühmte (und wohl bei uns in der Stadt die einzige richtige ) Hinter-Ikea-Strecke.
So schlecht sind die Jungs nicht, oder? Es zieht sie immer noch eher Richtung Gras, aber sie fahren! Jenda hat sogar eine "Fallmethode" entwickelt, wie er, auch wenn er auf den Hintern fällt, trotzdem auf den Knieschonern landen kann.
Die Kinder sind einfach nicht müde zu kriegen. Aber ich und meine Kamera schon - bei uns beiden sind die Akkus leer.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Horroroskop
Zum Beispiel heute - ich soll heutigen Tag der Pflege (aber ausnahmsweise nicht Raumpflege, aber Schönheitspflege) meines Äußeren widmen. Und soll selber entscheiden, ob ich zu einer Kosmetikerin (war nur einmal dort und nie wieder! IQ der Frau war knapp über 80 und mich hat sie wohl noch schlimmer eingeschätzt, hat mir alles so geduldig, mütterlich erklärt - wie man eine Creme aufträgt und so) oder zum Friseur gehe (war nach Jahren wieder und habe mich dort blendend amüsiert - ich bin eingetreten und sofort ist der Durschnittsalter von 80 auf 60 gesunken - auf der linken Seite sind die Haare zwar 3 Zentimeter kürzer, aber was soll´s!). Oder ich kann mich massieren lassen. (Hirnmassage habe ich eh jeden Tag!)
Sie schreiben auch, dass ich mir nicht 100% sicher bin, ob ich alle meine heutigen Aufgaben erledigt habe. Ehrlich - es ist Donnerstag und das einzige, was sicher ist - ich bin halb tot und es ist mir sooo egal, ob ich alles erledigt habe!
Schon jetzt bin ich gespannt, was mich morgen erwartet......
Fensterdepression
Ich überlebe es nicht! Man muss alles abdecken (hinterher stellt man aber sowieso fest, dass es nichts genutzt hat), Staub überall, fremde Menschen überall (noch schlimmer), Chaos überall (ok, ist eh Dauerzustand bei mir).
Um so klarer ich mir vorstellen kann, was uns bevorsteht, desto besser gefallen mir diese alten Fenster. Eigentlich finde ich sie ziemlich schön! Und dass sie nicht so ganz dicht sind? Das Haus muss doch atmen! (na ja, es ist nicht wirklich üblich, dass es im Esszimmer schneit, auch wenn das Fenster geschlossen ist...)
Ich denke, ich frage lieber schon im Tierheim an, ob sie uns für ein paar Tage beherbergen können. Denn - in einem Hotel nehmen sie uns nie....
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Ironwoman
Heute war ich beim deutschen Stammtisch (ein paar Deutsche und Österreicher und viele Tschechen, die sich auf Deutsch unterhalten und leicht betrinken). Ich hatte vor, mit dem letzten Zug nach Hause zu fahren (morgen ist auch Feiertag, also habe ich es mir erlaubt). Ich hatte auch vor, rechtzeitig (ganz ungewöhnlich für mich) aufzubrechen (um 22.30) und ganz entspannt meinen Zug in Brno Kralovo Pole um 23.10 zu erreichen. So war es geplant.
Und die Realität:
Ich habe sogar noch vor 22.30 meine sieben Sachen gepackt (auch ungewöhnlich). Es war dort eine blinde Frau und ich wollte (eindeutig Zwangsverhalten) noch schnell ihren Hund streicheln. Sie hat mich dabei gefragt, ob ich sie zur Straßenbahn bringen kann ("Klar, warum nicht?") und ob wir unterwegs ihren Hund noch kurz laufen lassen können, dass er pinkeln kann. ("Ja, natürlich.") Schon der Hund hat sich beim Pinkeln ziemlich Zeit genommen und dann haben wir uns Richtung Straßenbahnhaltestelle begeben. (Spaziertempo) Dort angekommen ("Mist, schon 22.50!") habe ich überlegt, ob ich meinen Zug überhaupt noch schaffen kann. (ab jetzt total gewöhnlich bei mir - immer zu spät...). Zum Glück ist doch noch um 22.53 eine Straßenbahn Richtung Kralovo Pole gefahren und wir sind eingestiegen (die Frau mit ihrem Hund ist die gleiche Richtung gefahren).
23.01 bin ich dann aus der Straßenbahn raus und Gott sei Dank ist gerade ein Bus gefahren, der direkt zum Bahnhof fährt. Ich bin wie um mein Leben gerannt (leider ist die Haltestelle um die Ecke) und es hat wirklich nicht viel gefehlt, dass ich den Bus geschafft hätte. Aber mein Schutzengel hat mich doch nicht hängen lassen und es ist fast sofort noch ein anderer Bus gekommen (der zwar ganz woanders hinfährt, aber nächste Haltestelle ist noch die gleiche).
Super, alles war gerettet. Ich steige nächste Haltestelle um. Ich bin dort ausgestiegen, aber einsteigen habe ich nicht mehr geschafft. Der Bus hat die Tür (schon das zweite Mal) direkt vor meiner Nase zugemacht und ist weiter gefahren.
Aber wir Sportler (ha ha!) geben nicht auf und ich habe gedacht (eigentlich total unmöglich), dass ich einfach hinterher laufe (hab auch gemacht) und bei der nächsten Haltestelle einsteige (hab schon wieder nicht geschafft - schon das dritte Mal bei diesem Bus). Aber es war ganz knapp und ich hatte auch noch eine starke Motivation, dass ich schnell laufe. Es waren ein paar Jungs (wirklich junge Jungs) dort und die haben gemeint: "Schaut, das schöne Fräulein, wie schnell es rennt." und sie sind mir gleich hinterher. Ich konnte doch nicht zulassen, dass sie mich einholen und feststellen, dass auch Rentner fähig ist, so zu sprinten. Ich enttäusche Menschen sehr ungern.
Aber niemals gebe ich mich so leicht geschlagen! Ich bin weiter gerannt, rechts um die Ecke, wo ich vorhatte, in eine Straßenbahn einzusteigen, die mich endlich zum Bahnhof bringt (23.05). Und es ist auch wie hergezaubert eine Straßenbahn mit der Aufschrift Kralovo Pole Bahnhof gekommen (leider ist unten noch Straßenbahndepot gestanden - was wieder ganz woanders ist). Aber kein Problem, ich konnte trotzdem eine Station mitfahren und dann wollte ich laufen (ach, nicht schon wieder!).
23.08 bin ich, schon total entkräftet aus der Straßenbahn raus und der Gott hat mich noch nicht ganz verlassen - um die nächste Ecke ist ein Bus gestanden, der tatsächlich zum Bahnhof fährt (es war zwar nur noch eine Station, aber ich war schon halb tot) und so bin ich um 23.09 aus dem Bus rausgeflogen (Kanonenkugel ist zu langsam im Vergleich zu mir) und bin zum Bahnhof gerannt.
Atemlos, fast auf allen Vieren war ich um 23.10 auf dem Bahnsteig und der Zug war noch nicht da! (und weitere 5 Minuten auch noch nicht - ist erst um 23.15 gekommen, aber das war mir dann schon egal).
Ich habe es geschafft, diesen Zug noch zu erwischen und ehrlich, die Bezeichnung Weltrekord ist meiner Leistung nicht angemessen. Eher ein Wunder!
Bis jetzt frage ich mich, woher ich die Kraft genommen habe, nicht aufzugeben, auch wenn es mehrmals aussichtslos ausgesehen hat.
Und ich übertreibe wirklich nicht, ich schwör´s!
Montag, 26. Oktober 2009
Geld vor Neid
Und ich denke - nichts, einfach weitermachen, so wie bis jetzt.
Weiterhin werde ich mit dem Zug in die Stadt fahren (wo sonst kann man sich so schön ärgern, wenn nicht auf dem Bahnhof, wenn durchgesagt wird, dass der Zug 20 Minuten Verspätung hat?).
Weiterhin werde ich Deutsch unterrichten (wo sonst kann man sich so prächtig amüsieren und wird noch dafür bezahlt?).
Weiterhin werde ich Uni besuchen (was sonst mache ich in meiner Freizeit, wenn nicht Hausaufgaben?) .......
Einmal haben wir in der Stunde über Casino gesprochen und Herr P. hat erzählt, dass er mal in Las Vegas 10 Tausend Dollar gewonnen hat. Uns allen ist der Kinnladen runtergefallen (man hat es fast hören können). Nicht schlecht, haben wir gedacht. Wir haben uns detailliert beschreiben lassen, wie es im Casino ausgesehen hat, wie lange er gespielt hat, und was er mit dem Geld gemacht hat ("Nichts, so viel Geld ist es ja nicht:"). Und Herr P. hat sich nicht bitten lassen und hat wirklich bildhaft erzählt. Am Ende hat er uns aber doch verraten, dass er sich alles nur ausgedacht hat (aber wirklich schön ausgedacht).
Und sein Kollege Herr B. hat gelacht und ganz erleichtert zu mir gesagt:"Es stimmt nicht, gut, es geht mir gleich besser. Ich habe ihn so beneidet!"
Sonntag, 25. Oktober 2009
Hirnjob
Ich habe einen publizistischen Text übersetzt (und das macht noch Spaß). Über Bataypora, eine Stadt, die Bata in Brasilien gegründet hat (wie eine Freundin von mir, die aus Italien kommt, sagt - Bata, dass ist der größte italienische Schuhhersteller - na ja, da lachen ja die Tschechen - Schuhhersteller schon, aber aus der Tschechoslowakei!)
Dann habe ich noch an einem Arbeitsvertrag gearbeitet. Und ich hasse so eine kalte, festgelegte Sprache! Weh, wenn man kreativ wird! (bin immer noch nicht fertig, darf mich morgen weiter vergnügen)
Habe auch für eine Seminararbeit recherchiert. Lecker, lecker! Wir wollen interkulturelle Ähnlichkeiten und Unterschiede anhand Schokolade erforschen. Milka, Orion, Lindt, Toblarone, Figaro, .....und im Haus nicht mal ein Stückchen Schokolade! (aber in der Not frisst der Teufel auch Nudeln mit Nüssen)
Und die ganze Zeit hat sich Jacqui rührend um mich gekümmert. Er weiß nämlich, dass man nicht stundenlang nur sitzen kann und immer wieder Bewegung braucht. Und frische Luft, damit man nicht einschläft und graue Zellen nicht langsam absterben.
So öffnet er ständig unsere Haustür. (ein kluger Hund, nur zumachen kann er noch nicht) Und ich bekomme meine Portion frischer (und kalter) Luft geliefert und Bewegung wohl auch. Irgendwann ist es doch zu frisch (es zieht wie verrückt) und so muss ich aufstehen (Bewegung tut gut, uns beiden) und die Haustür wieder schließen.
Jacqui schläft jetzt, wohlverdient, nach dem ganzen anstrengenden Tag. Und ich nehme noch wohl oder übel meine restlichen grauen Zellen in Anspruch.
Samstag, 24. Oktober 2009
Ich sprechen deutsche nein
Bei einer Druckerei (ich nenne sie XY) war es sogar so lustig, dass ich mich nicht zurückhalten konnte und gleich eine Mail schreiben musste (habe höflichst empfohlen, einige Fehler zu korrigieren). Schon die Überschriften "die Neuheiten", Dienstes" und "die Kontakte" haben mich begeistert. Und wo ich dann auch weiter gelesen habe (und sogar als Tschechin Schwierigkeiten hatte, zu verstehen - schwierig bei solchem Tschechischdeutsch) und erfahren habe, dass die Seite "im Bau" ist, habe ich noch eine weitere Mail geschrieben. Ich habe der Firma XY empfohlen, den Übersetzer (oder eben Übersetzerin) zu wechseln.
Hoffe nur, es hat nicht der Chef höchstpersönlich übersetzt......
Freitag, 23. Oktober 2009
Geburtstage
Wir haben noch nicht gefeiert, es gibt morgen ein großes Fest. Wenn man ihn fragt, was er sich wünscht, so sagt er, dass er eine Torte haben will, keine Geschenke. Ein bescheidenes Kind, nur können es leider die Erwachsenen nicht respektieren. (Torte bekommt er auf jeden Fall, aber eine Unmenge von Geschenken auch)
Und er ist am gleichen Tag geboren, wie unsere Oma. Nur Schade, dass sie mit uns nicht mehr zusammen feiern kann. Sie ist vor 2 Jahren gestorben, heute wäre sie 97 geworden. Eine Frau, die man nie vergessen kann.
Ich denke (nicht nur heute) intensiv an die Oma und Adamek wünsche ich Alles Beste!
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Ich gehe nicht ins Bett!
Und ich werde eben so ab 22 Uhr fit und mein Hirn legt sich erst richtig ins Zeug. (jetzt kämpfe ich noch mit der Müdigkeit, aber es ändert sich bald!)
Nur Schade, dass mich die Meisten nicht um diese Uhrzeit erleben können.
Ich bezweifle auch, dass die Uni für mich Prüfungstermine ab 24 Uhr ausschreiben wird. (Gott sei Dank gibt es dann wenigstens Seminararbeiten, wo sich mein Potenzial völlig entfalten kann.)
Und falls jemand in diesem Text Fehler finden sollte - es ist einfach noch zu früh für mich........
Mittwoch, 21. Oktober 2009
In den Westen
Er beschreibt, wie ein junger Pole das erste Mal in den Westen (also alles westlich von Tschechien, alles östlich von Deutschland ist der Osten - ich frage mich nur, wo dann Mitteleuropa liegt - anscheinend gleich neben der Atlantis) fährt und ich kann mich noch sehr wohl daran erinnern, wie es in meinem Fall war.
Gleich nach der Wende wollten alle diese ganzen fremden (fremd heißt allerdings nicht fern) Länder besuchen. Nur - hatten kaum Geld.
Wenn man kein Geld hat und gleichzeitig etwas sehen will, muss er bereit sein, Opfer zu bringen. Und das waren wir!
Eine Busreise - noch jetzt bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Wir (meine Mutter, meine Schwester und ich) haben so eine Busreise nach Venedig unternommen. Einen Tag und eine Nacht unterwegs, den zweiten Tag haben wir (halb schlafend) in Venedig verbracht und am Abend sind wir wieder nach Hause gefahren. Total erschöpft und glücklich, dass wir alles heil überstanden haben.
Und die stärksten Eindrücke? Hunger ohne Ende.
Meine Mama hatte eine wunderbare Idee - sie hat ein ganzes Hähnchen gebacken und in einem Topf (in einem braunen Topf - dass weiß ich immer noch) mitgenommen. Nur - das Hähnchen haben wir schon bei der Hinfahrt aufgegessen und kein Geld gehabt, uns etwas zu kaufen. (na ja, wir hatten schon bisschen Geld, aber wir haben unserem Papa ein Radio gekauft, war viel wichtiger, was mirzubringen)
Auf der Rückfahrt konnten wir froh sein, dass es im Bus schon dunkel war. So haben die anderen Mitreisenden unsere hungrigen Blicke nicht ertragen müssen. Noch jetzt sehe ich einen Mann vor mir, wie er einen Schnitzel isst. Ich habe ihn so beneidet!
Paris war grande, Bern zauberhaft, Kiew vergoldet, Berlin regnerisch, aber Venedig war einfach nur hungrig.
Dienstag, 20. Oktober 2009
Kultur mit Lenka
Zum Beispiel heute sind wir ins Theater gegangen. Eine Komödie, ich habe sie schon vor Jahren mal gesehen. So lustig! Ich habe auch ganz vielen Leuten erzählt, wie toll dieses Stück ist und einige haben bereut, dass sie gerade heute keine Zeit haben. Noch halbe Stunde vor dem Anfang habe ich eine Sms bekommen: "Das Theater schaffe ich leider nicht, bin noch unterwegs. :-("
Unsere kleine Gruppe (am Ende 3 Personen) hat sich vor dem Theater getroffen und ..........sie haben nicht gespielt! Niemand war dort, nur wir.
Aber ich verstehe es nicht, nirgends ist gestanden, dass die Aufführung abgesagt ist. (ok, es gab keine Plakate, aber noch vor 2 Wochen habe ich sie gesehen - ich schwör´s!)
Ich kann nur froh sein, dass nicht alle, die ich einladen wollte, gekommen sind. Sonnst müsste ich selber spielen.........
Montag, 19. Oktober 2009
Nächstesmal besser!
Vor vielen (aber wirklich vielen) Jahren (noch in Stuttgart) hatte ich in der Schule (eine von vielen, die ich besucht habe) einen Vortrag. Und weil ich noch nicht so senil bin, weiß ich sogar, dass das Thema Thornton Wilder war.
Ich habe über sein Leben erzählt (habe davor gründlich recherchiert und mein einziges bescheidenes Ziel war die Beste zu sein).
Als Thornton klein war, hat er mit seinen Eltern eine lange Schiffsreise (nach, aus Amerika?) gemacht. Er sollte gerade in der Zeit Geburtstag haben und hat sich sehr drauf gefreut.
Und ich wollte sagen: "....als sie auf dem Schiff waren..."
Und habe ".....als sie auf dem Tisch waren......" gesagt.
Was soll´s! Kein Problem, ich biege es schon zurecht - habe ich damals gedacht und mich sofort korrigiert: "nein, auf dem Fisch!"
Nie mehr haben die Menschen dort erfahren, was ich eigentlich sagen wollte und dass der arme Thornton wegen der Überfahrt der Zeitzonen seinen Geburtstag verpasst hat. Und sie haben auch nicht verstanden, warum ich so einen heftigen und langen Lachanfall hatte.
Sonntag, 18. Oktober 2009
Donauinsel
Aber (wirklich unglaublich!) es hat nicht geregnet, war zwar verdammt kalt, aber trocken.
Nur ist ziemlich schwer, nach vorne zu fahren und gleichzeitig etwas hinten filmen. Aber echte Kamerafrauen riskieren gerne ihr Leben für ausgezeichnete Aufnahmen. Und genauso auch für nicht ausgezeichnete Aufnahmen.
Wer weiß, wie es ist, wenn man unerwartet ins Gras fährt, der versteht mich gut.
Samstag, 17. Oktober 2009
Psychotest
Ich bin schnell, aktiv, entscheide mich schnell, energisch.Ich bin auch sehr sozial, kooperativ und mitteilsam.
Dazu bin ich auch noch extrem dominant bis fast aggressiv, herrschsüchtig..
Und auch noch intuitiv und direkt.
Allerdings auch labil, nervös und neurotisch.
Ja, ja, alles Eigenschaften, die einen guten Lehrer ausmachen......
Weinsinn
Und da kann mir niemand vorwerfen, dass meine Sinne (z.B. Urteilssinn) gedämpft, oder unterstützt (z.B. Frohsinn) wurden.
Ich habe tatsächlich keinen einzigen Tropfen getrunken und es war auch für den Winzer ok, habe viel gegessen, viel über Wein erfahren und kann langsam Weinsorten nach Geruch unterscheiden (also fast unterscheiden).
Es war auch keine billige Sauferei, sondern eine feine Kostprobe. Es hat mich nur überrascht, dass wir ganze 3 Stunden gestanden sind (wohl dass die Beine nicht schwer werden), aber nach und nach lässt man sich immer mehr und mehr von den Fässern stützen.
Und weil ich jetzt gerade "fasslos" und total müde bin, so begebe ich mich ins Bett. Gute Nacht!

Donnerstag, 15. Oktober 2009
Herbst, wo bist du?
Aber noch vor einer Woche haben wir geschwitzt, sind auf einer Bank (und es war eine Kunst, eine freie Bank zu finden) vor der Uni gesessen und haben die ein paar Minuten zwischen den Seminaren genutzt, um Sonne zu genießen.
Und jetzt? Alle Bänke sind frei und wird sich ein Wahnsinniger hinsetzten, so friert er fast fest.
Ich frage mich nur, ob der Winter auch dann direkt in den Sommer übergeht?
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Zugvogel
Auf dem Bahnsteig Nr. 2 steht fast immer ein Mann, der aufpasst, ob die Züge rechtzeitig einfahren, die Menschen ordnungsgemäß ein und aussteigen und wenn es Probleme gibt, so meldet er sie sofort beim Stationsvorsteher. Er hat sogar ein Funkgerät und kann sich auch mit dem Lokführer in Verbindung setzen. Und er pfeift auch, wenn der Zug abfahrtbereit ist und erteilt dem Lokführer per Funk noch letzte Anweisungen, wie schnell und auf welchem Gleis er fahren soll.
Es ist schön, wenn man so einen Fachmann beim Arbeiten beobachten kann. Ein Mann auf der richtigen Stelle, möchte man sagen.
Nur - er ist kein Angestellter von der Bahn, hat auch keine Uniform an und eigentlich kein richtiges Funkgerät.
Wenn er pfeift, dann einfach nur so, ohne Signalpfeife. Die geballte Hand ist sein Funkgerät und seine Anweisungen hören nur die nächststehenden Fahrgäste. Es dreht sich auch niemand nach ihm um, wir kennen ihn alle schon.
Er ist immer da und macht seinen Job gut. Ich stelle mir vor, wie er am Abend nach Hause kommt und sich müde und zufrieden aufs Sofa setzt. Und freut sich auf den nächsten Arbeitstag.
Dienstag, 13. Oktober 2009
Eine unglaublich wahre Geschichte
Diesmal muss ich nur betonen, dass ich keineswegs übertreibe und alles wirklich wahr ist. Auch, wenn es kaum zu glauben ist....
Es war einmal, wo ich noch in Stuttgart in einer WG gewohnt habe und diese WG hatte drei Zimmer, eine Küche und ein Bad und ein Klo und noch ein Zimmer einen Stockwerk höher und das war mein Zimmer. So ein bescheidenes Dachkämmerchen eben. Wollte ich aus der unteren Wohnung in mein Zimmer, so musste ich durchs Treppenhaus.
Und einmal bin ich mitten in der Nacht von einer Party zurückgekommen, habe nach Zigarettenrauch gestunken und wollte noch schnell duschen. Nur hatte ich unten keine frischen Klamotten, die ich nach dem Duschen anziehen könnte, aber warum auch, so spät ist eh niemand mehr wach. Nur ganz schnell die Treppe hoch, einfach kinderleicht, nicht?
Ich habe mich "textilfrei" auf den Weg gemacht, fast wie eine Balletttänzerin in meinen Turnschuhen - auf Zehenspitzen balancierend durch den dunklen Flur zur Treppe. Diese Kombination - ungebundene Turnschuhe, Dunkelheit und Zehenspitzen ergeben kaum eine sichere Gangart.
Ich bin fast sofort gestolpert und habe mich unaufhaltsam gen Boden begeben. Dass ich mich undamenhaft auf der Treppe wälze, hat zum Glück eine Wand verhindert. Nur, leider, wie es in solchen Situationen passiert, bin ich mit meiner Schulter nicht gegen die Wand, aber degen eine Klingel geprallt. Drei Uhr nachts, nackt und habe noch bei den Nachbarn geklingelt! Und so eine Schulter kann wirklich lange und kräftig klingeln!
Ich habe natürlich nicht gewartet, bis jemand kommt. Auch ohne nächtliche Exzesse waren wir bei den biederen Hausbewohnern unbeliebt und ich habe gerade bei unseren schlimmsten und unermüdlichsten Feinden geklingellt.
Ach! Das waren Zeiten!
Montag, 12. Oktober 2009
Eigenlob
Heute haben wir in diesem Seminar Tschechische Rechtschreibung den korrigierten Diktat bekommen. Und?
Nur 2 Fehler! Unglaublich! (bei mir auf jeden Fall und Möglichkeiten, mehr Fehler zu machen, gab´s wirklich genügend)
Ok, eben schon 6 Fehler, aber die 4 zählen nicht wirklich, ich habe mich so auf die Rechtschreibung konzentriert, dass ich diese Anführungsstriche bei der direkten Rede vergessen habe. Und das gleich 4 x.
Kann ja passieren.
Gut, was?
Und übrigens - ich finde nicht, dass Eigenlob stinkt. Ich rieche nichts!
Sonntag, 11. Oktober 2009
Noch ein Haustier
Wenn sie nur so läuft, dann ist es ok, aber wenn sie mich berührt, drehe ich durch!
Ich habe noch nie so eine aktive Spinne gesehen. Die ist wie auf Drogen.
........und meine Beine sterben langsam ab. Ich habe sie nämlich hochlegen müssen, aber nie im Leben tue ich sie runter! Niemals!
Na ja, wir wissen schon, wer Schuld ist, wenn mein Filmreferat nicht ganz in Ordnung ist.....
Welthundetag
Wir haben nicht gefeiert, ist auch nichts Besonderes hier. Wir haben zu Hause jeden Tag einen Hundetag. Egal wo man gerade ist - Hunde überall.
Vor allem Jacqui hat eine tolle Gabe. Er liegt immer dort, wo es am wenigsten passt (Jorik ist nie im Weg, er hütet meistens das Sofa, abwechslungsweise den Sessel, zur Zeit versucht er es verbotenerweise mit meinem Sitzsack).
Das heißt eigentlich - jeden Tag ist ein Festtag bei uns. Schön, oder?
Übrigens - Weltkatzentag - 8.August. ;-)
Samstag, 10. Oktober 2009
Ganz schnell....
Ich habe einfach gerade so einen Drang verspürt........
Freitag, 9. Oktober 2009
So bin ich!
Die zentrale Frage der Forschung: Wer klaut und lügt mehr?
Und die Antwort?
Menschen, die ökologisch leben (sprich Bio kaufen) klauen mehr und lügen durchaus mehr als "Normalverbraucher."
Ich komme gerade vom Kaufhaus Tesko, habe nur schnell was gekauft.
Hier meine Rechnung:
1 x Bio Trinkjoghurt Erdbeere
2 x Bio Lassagneblätter
400 gr Gouda
1 x kleine Chips gesalzen
Aber ehrlich, beim Käse habe ich lange überlegt und Chips wollte ich ursprünglich gar nicht kaufen.......
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Ich lebe noch!
Nach meinem gestrigen Beitrag wird es sonst ziemlich verdächtigt, wenn ich gerade heute auslasse.
Aber meine Lieben - gestern, gestern habe ich maßlos übertrieben. Nein, nicht gelogen, ich nenne es künstlerische Freiheit. (aber Schnupfen habe ich schon und Kopfweh auch, und Gliederschmerzen auch und...)
Aber morgen habe ich sogar frei, da gehe ich ins Bett. Ganz sicher, gleich, wenn ich vom Skaten zurück bin, ok?
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Habt Mitleid mit mir!
Ich habe Halsschmerzen, mein Kopf tut mir weh, die Nase läuft (oder auch nicht läuft, was fast noch schlimmer ist, weil ich dann kaum atmen kann), mein Körper fühlt sich so fremd an, ich habe Gliederschmerzen, schwitze wie verrückt, kann nachts nicht wirklich schlafen, kann tagsüber überhaupt nicht denken, der Magen spielt auch verrückt,.....
Aber ich gebe nicht auf! Ich bin nicht faul. Bleibe nicht zu Hause im Bett. Nein, so eine bin ich nicht. Ich geize mit meinen Viren nicht rum und verteile sie fleißig zwischen meine Schüler, Unikollegen, Freunde, Feinde, Mitleidende in der Straßenbahn (denn Mitfahrende klingt zu schön, wenn die Straßenbahnen so knalle voll sind), Verkäufer bei Billa, Bedienung bei McDonalds, Kellner in einer Kneipe, einfach an alle, die wollen oder auch nicht wollen.
Denn geteiltes Leid ist halbes Leid!
Dienstag, 6. Oktober 2009
Theater wegen Theater
Ich weiß noch nicht, welche Rolle, aber egal, ich bin nicht wählerisch, nehme alles und gebe mein Bestes! (und genau das macht mir schon jetzt Sorgen)
Meine erste Rolle war eine junge Frau in einem schicken blauen Spitzenkleid.
Beim zweiten Mal habe ich eine alte Frau gespielt und der bis jetzt letzte Aufritt - nicht nur eine alte Frau, aber dazu auch eine richtig tote alte Frau. Einfach eine Leiche (textmäßig nicht so umfangreich, aber ausdrucksstark).
Wenn ich mir meine künstlerische Laufbahn so rekapituliere - jung, alt, tot - ist es noch steigerungsfähig?
Montag, 5. Oktober 2009
Muttersprache, schwere Sprache.....
Zugegeben - ich habe mir Sorgen gemacht, ob ich mich dort nicht zum Deppen mache. (schließlich ist Tschechisch meine Muttersprache ) Aber nach der ersten Stunde blicke ich gelassen der Zukunft entgegen. Wenn sich unsere Seminarleiterin umschaut, dann sieht sie lauter Trottel.
Es ist so befreiend, ich gehöre zu der grauen Masse, die beim ersten Nachhacken unsicher wird und wild um sich mit Fehlern wirft.
Was mir aber ziemlich Kopfzerbrechen bereitet - der Abschluss......ein Diktat....
Und zugelassen sind maximal 2 (ja ja, wirklich nur ZWEI) Fehler!
Fragt sich immer noch jemand, warum ich diesen Blog auf Deutsch schreibe?
Sonntag, 4. Oktober 2009
Prost!
Ich noch nie, aber das wird sich wohl in Kürze ändern. Ich habe nämlich eine Einladung bekommen und ich freue mich sehr, dass ich wieder mal Menschen treffe, die ich mag und dass wir einen netten Abend zusammen verbringen.
Nur eins macht mir Sorgen. Ich trinke keinen Alkohol, wirklich, überhaupt nichts. Es schmeckt mir einfach nicht.
Und was ist wohl die Hauptbeschäftigung in so einem Weinkeller? (also außer reden und Speck essen)
Genau - Wein trinken!
Nicht, dass meine Freunde nicht wissen, dass ich alkoholfrei bin, sie wissen es. Aber wie bringe ich es dem Kellerbesitzer bei? Niemals wird er mir glauben, dass ich nicht trinke und niemals lässt er mich nüchtern raus!
Aber wir haben schon eine Methode ausgearbeitet, die sogar ein Winzer verstehen kann. Medikamente und Alkohol vertragen sich nicht. Ich muss ihm wohl oder übel vorgaukeln, dass ich krank und von lebensrettenden Medikamenten abhängig bin.
Weil - dass ich nur vom Wasser abhängig bin - das glaubt er mir nie!
Samstag, 3. Oktober 2009
Bin ich hier richtig?
Entschuldigung - aber woher soll ICH es wissen?
Er muss doch wissen, ob er mir schreiben möchte, ich habe niemandem geschrieben. (ok, stimmt auch nicht - ich schreibe schon vielen, aber gerade ihm wirklich nie!)
Und ob ich der richtige Mensch bin? Was heißt schon richtig? Und Mensch?
In der letzten Zeit hab ich da so meine Zweifel......
Freitag, 2. Oktober 2009
Fit bis ins hohe Alter!
"Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, verblödet bald. Und wer sich nie ausruht, verblödet fast sofort!"
Diese Woche war meine erste (schon wieder erste) Uniwoche. Und eigentlich war es bis jetzt nur so eine Kostprobe - der Montag war ein Feiertag, Dienstag hatte ich (glücklicherweise) auch noch frei und so ging´s erst am Mittwoch so richtig los. So eine "halbstarke" Woche eben.
Heute haben wir Freitag und ich bin schon zu solchem hochgrädigen Fazit gekommen. (siehe oben)
Am Mittwoch war es eigentlich noch easy (Englisch für Anfänger, Lektion 1). Also - easy verstehe ich so, dass ich zwar voll viel zu tun hatte, aber noch bei Sinnen war.
Am Donnerstag war ich auch noch bei Sinnen (meiner Meinung nach), aber schon halb tot. Ich musste mich mit einer Tafel weißer Schokolade (weiß mit dunklen Stückchen) dopen, um den Weg nach Hause zu finden.
Am Freitag (also heute) habe ich mich dösend aktiv am Unterricht beteiligt (d.h. immer noch mehr als die Mehrheit meiner Kollegen). Ich war leicht erschrocken, wo ich nicht fähig war, meinen Mantel anzuziehen, aber wie soll es auch gehen, wenn der rechte Arm schon im linken Ärmel steckt? Dann ist auf der linken Seite sicherlich kein weiterer Ärmel zu finden. (dafür auf der Rechten, aber da ist wieder kein Arm mehr)
Sicherheitshalber suche ich auf diesem Weg schon jetzt einen netten, hundelieben, geduldigen Pfleger, der mir in der Zukunft mit Zähne putzen, Nägel schneiden, anziehen, kämmen und so hilft.
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Wo ist der Hund?
Schon 8 Beiträge und kein einziges Wort über den Hund! Einfach unfassbar!
Ja, wo ist er denn?
Hier!
Jacqui, 5 Jahre alt, 28 Kilo schwer (hat Bisschen zugenommen) , gebürtiger Allgäuer, in der Schweiz aufgewachsen, in Tschechien lebend, jetzt gerade auf dem Küchenfußboden schlafend.
Seine Hobbys: auf mich warten, spazieren gehen, sich in stinkenden Sachen jeglicher Art wälzen, mit Jorik spielen, baden, ........
Manche denken irrtümlich, dass ich zwei Hunde habe. Stimmt aber nicht. Ich habe wirklich nur einen einzigen Hund. Das andere Hündchen gehört nämlich nicht mir, sondern Jacqui.
Jorik, alter ungewiss, Rasse noch "ungewisser", auf der Straße abgefangen, wochenlang in einem kleinen Käfig verbracht, im Tierheim gelebt, mit Jacqui dicke Kumpels geworden, jetzt gerade wohl beim Fernseher eingeschlafen (natürlich auf dem Sofa, wo sonst!)
Seine Hobbys: fressen, kläffen, sich streicheln lassen, wieder kläffen, fressen, sich streicheln lassen, .........
Falls jemand Streicheleinheiten anbietet (natürlich kostenlos, oder sogar zahlungswillig ist) - kommt einfach zu uns, unsere zwei Herren stehen (Entschuldigung - liegen) euch zur Verfügung.